Berichte

Mulitkulturelle Teamsgambia-guinea bissau kinder-jugendtschad_2

Tamara EberleAls wir dann am College ankamen hatte ich das Gefühl, dass ich schon alles weiß, was man über das Eastwest College wissen muss – was sich in den nächsten Tagen natürlich als falsch herausgestellt hat. Noch am gleichen Tag wurde ich von Gemma (einer Studentin hier am College) über den Campus geführt und den anderen Studenten vorgestellt. Doch es hat noch einige Tage gedauert, bis ich wirklich alle Namen kannte. Dieses Semester waren ca 35 Studenten mit ihren Familien hier.

Abends haben meine Mitbewohnerinnen für mich gekocht. Ich wohne mit drei Studentinnen aus England, Korea und der Türkei in einer Wohnung. In den ersten Wochen haben sich immer wieder Unterschiede zwischen den Kulturen gezeigt z.B. beim Kochen am Wochenende. Aber wir kommen hier echt super miteinander klar. Dafür bin ich sehr dankbar!

Meine Aufgaben liegen vor allem im Mitarbeiten in der Küche. Montag, Mittwoch und Freitag vormittags bin ich in der Küche und bereite den Vormittagstee und Lunch vor. Wir arbeiten immer zu zweit so dass es wirklich nie langweilig wird! Judy ist die Köchin hier. Sie plant und kauft alles ein. Freitags darf ich mit ihr zusammenarbeiten. Sie fordert mich oft heraus, indem sie mir kurz erklärt, wie es geht. Danach lässt sie mich dann in der Küche tüfteln, während sie rüber ins Büro geht. Bis jetzt hat sie mich echt gut eingeschätzt. Ich selbst hätte mir Manches oft nicht zugetraut!

Insgesamt darf ich hier viel über mich lernen. Gerade wenn mehrere verschiedene Kulturen aufeinander treffen, wird mir immer wieder bewusst, wie typisch „deutsch “ manche Verhaltensweisen doch sind! Die Kiwis sind lockerer und relaxter bei der Arbeit. Auch im Gespräch wird alles sehr viel freundlicher und lange nicht so direkt wie im Deutschen ausgesprochen. Da wurde meine Geduld das ein oder andere Mal am Anfang auf die Probe gestellt!

Deborah in FrankreichSeit meinem letzten Rundbrief ist wieder einiges passiert. Da war zunächst einmal die Konferenz an der Universität über „Jesus im Koran“ mit einem nordafrikanischen Referenten.An diesem Abend habe ich ein Mädchen kennengelernt, die dasselbe studiert wie ich, aber immer so schnell nach den Vorlesungen verschwunden ist, dass ich sie bis dahin nicht persönlich Fragen im Anschluss an den Vortrag und war so interessiert, dass sie am nächsten Morgen zu mir nach Hause kam, um weiter mit dem Referenten zu diskutieren. Aus diesem Kontakt entwickelte sich sehr schnell eine Freundschaft, denn sie, ich nenne sie mal Darya, ist einfach unglaublich offen und warmherzig. Ich holte noch eine andere christliche Freundin, Esther, mit ins Boot, denn ich muss auch an meinen Abschied denken und daran, dass meine Kontakte auch nach meiner Abreise, Jesus-Nachfolger in ihrem Umfeld kennen.

Zu dritt treffen wir uns nun regelmäßig und diskutieren über unseren Glauben. Das tolle ist, dass es wirklich ein respektvoller Umgang ist und Aussagen, denen man selbst nicht zustimmt, auch einfach mal stehen gelassen werden können. Darya ist sehr interessiert und sie will wirklich verstehen, was wir an unserem Jesus so „toll“ finden. Deswegen werden wir gemeinsam den Al Massirah Glaubenskurs starten, denn dort wird Gottes Plan mit den Menschen von Adam und Eva bis zu Jesus chronologisch gut erklärt.

Manuel GrässlinGott erleben!
„Jesus, ich möchte dich für diesen Obdachlosen bitten. Ich bitte dich um deinen Segen und dein Eingreifen für diesen Menschen! Ich selbst weiß ehrlich gesagt gerade nicht, was ich fürihn tun, oder wie ich ihm konkret helfen könnte! “ So ungefähr muss sich wohl mein Gebet an einer Bushaltestelle in Neuseeland angehört haben, an der Elias und ich nahezu vergeblich auf unseren Bus, der Verspätung hatte, warteten. Gegenüber vonuns fiel mir sofort, und das meine ich nicht im negativen Sinne, ein armer, älterer Herr auf, der sehr heruntergekommen und einsam aussah. Gerne wollte ich ihm eine Freude machen und ihm beispiels-weise durch eine Kleinigkeit zu Essen, Jesu Liebe weitergeben. Das Problem war allerdings unser verspätete Bus, der jederzeit hätte kommen können und ich gerade nichts Nahrhaftes bei mir hatte. So überlege ich nachdenklich: Was kann ich tun?, worauf mir dieses Gebet in den Mund gelegt wurde. Keine Minute später, und das meine ich ziemlich wörtlich, beginnt der Mann uns plötzlich eine Frage zu stellen, die wie aus dem Nichts kam: „Do you know Jesus? (Kennt ihr Jesus?)“ Ich war baff! Sofort entstand ein kurzes Gespräch über Jesus und unseren Glauben. Auf unsere Gegenfrage, ob er Jesus denn kenne, entgegnete dieser Mensch ein schlichtes und gleichzeitig geniales : „Yes!“ Sofort bemerkte ich die völlig überraschende und atemberaubende Antwort Jesu auf mein zuvor gesprochenes Gebet, denn dieser Mann war wirklich von Jesus persönlich gesegnet worden, da er ihn kennen darf!

Für mich war dies eines von zahlreichen Wundern, die ich hier, „overseas“, erleben durfte und darf. Generell kann ich in diesem Jahr, weg von einem stressigen Alltag, sehr viel Zeit mit Jesus verbringen, wobei mir meine gefundene Gemeinde, die Gemeinschaft am College, ein Hauskreis und das persönliche Bibellesen und Beten sehr helfen.

Ebenso auch Eure Gebete, die ich hier sehr spüren und erfahren darf, wofür ich unglaublich dankbar bin.

imageAm 19.10. begann die Regristration für den Englischunterricht. Insgesamt wurden 9 Levels angeboten, von denen ich Level 3, 4 und 5 übernahm. Am 21.10 war es dann soweit: Mein erster Unterricht, ausschließlich auf Englisch unterrichten, gar nicht so einfach. Besonders bei Vokabeln erklären ist viel Kreativität und Ausdauer gefragt. Nicht verwundernswert, dass die erste Unterrichtsstunde nicht ganz ideal ablief. Die nächsten aber umso besser! Jetzt kenne ich meine Schüler schon recht gut und der Unterricht verläuft zumeist sehr gut! Mit den Schülern kann man auch echt Spaß haben, ganz besonders wenn es darum geht, Worte richtig zu betonen. Sehr Zeitaufwendig ist das Korrigieren, besonders wenn die Schrift der Schüler mehr als miserabel ist! In dem Sinne möchte ich mich bei allen meinen ehemaligen Lehrern entschuldigen.

image-1Dank der Bibelschule & den super Leuten um mich herum dieses Jahr, habe ich vor allem auch in meinem Glauben zu Gott wachsen können und gelernt wie wichtig es ist, sein Leben in jedem Gebiet für & mit Gott zu leben (Arbeit, Sport,…). Sehr dankbar in diesem Jahr war ich für meine super Gemeinde, meinen Hauskreis, meine Growthgroup und die Lobpreis & Impulszeit der Bibelschule, die mir eine super Basis gegeben haben, mit Gott in Verbindung zu bleiben. In meiner eigenen Stillen Zeit, habe ich mich viel mit Fragen über Themen wie Taufe, Heilsicherheit, usw. beschäftigt und habe auch schon sehr viele Antworten von Gott erhalten. Deshalb wurde die Bibelstelle Matthäus 7,7 „…suchet, so werdet ihr finden, …“ auch immer lebendiger für mich, denn man muss nur bei Gott anfangen nach Antworten zu suchen, dann wird man sie auch bekommen.

Mein Jahr war nicht nur wegen der unglaublich schönen Landschaft hier in Tasmanien, sondern viel mehr wegen den super Menschen ein richtig geniales Jahr. Ich durfte & konnte richtig viel lernen in der Zeit die ich hier verbracht habe & habe viele neue & richtig coole Menschen kennengelernt, von denen einige richtig gute Freunde geworden sind. Ich habe auch die vorher als unmöglich scheinende Herausforderung, das Erlernen auf Englisch zu kommunizieren, gemeistert dann mein geliebter FC Bayern München mit dem fantastischen Gewinn des Tripels.

image-4Die Vorfreude auf zu Hause ist groß, doch wird der Abschied von einigen hier auch nicht leicht und ich muss zugeben, dass ich auch Angst habe. Vieles ist mir wichtig geworden das Jahr über und ich bete, dass mich der Alltag diese Dinge nicht vergessen lässt. Mir ist jetzt mehr als je zuvor bewusst, welche Herausforderungen jeder neue Tag mit sich bringt, dass man nie fertig ist im Glauben zu wachsen. Aber das ist ja auch das Spannende. Im Vertrauen auf Gottes Beistand und der Gewissheit, dass alles in seiner Hand liegt will ich versuchen diese Herausforderungen anzunehmen und jeden Tag zu leben im Bewusstsein, dass es allein um IHN geht.

image-2Ein anderer Punkt, der mich auch oft in meinen Gedanken packt und in meinen ruhigen Minuten aufwuehlt, ist dieTatsache, dass es hier echt vielen Menschen ziemlich mies geht und vor allem die finanzielle Versorgung teilweiseunglaublich schlecht ist. So verdienen die Menschen hier z.B. fuer 8h Arbeit am Tag, zum Teil 7 Tage die Woche,mit nur 10 Minuten Pause pro Tag, gerade mal 180 Euro pro Monat und dann gehen noch 100 Euro fuer die Mieteweg und mit dem Rest muss eine 6-koepfige Familie versorgt werden. Wenn dann die Kirche Unterstuetzung gibt,endet es aber leider in den meisten Faellen in Undankbarkeit oder in “ich komm nur zur Kirche/zu Gott, um etwaszu bekommen, aber oeffne nicht mein Herz fuer das Evangelium, sondern nur fuer die materiellen Dinge”. Das unddie Tatsache der Ausbeutung der Menschen regt mich ziemlich auf und ich hab festgestellt “ich MUSS was dagegenmachen” – hab aber noch keine Idee, wie das wirklich aussehen soll und WAS ich tun kann, um sowohl daseine ALS auch das andere zu aendern oder zumindest positiv zu beeinflussen. (In diesem Bereich brauch ich Gottes Reden, und es ist mir echt ein riesiges Gebetsanliegen!)Ich schreibe das, da ich ja nicht nur davon berichten will, wie wunderbar es hier ist, sondern auch von dem, was schwierig ist oder mich persoenlich bewegt!

image-3Ihr fragt euch bestimmt, warum ich schon wieder fortgehe. Ich möchte die Zeit in England nutzen, um mein Englisch zu verbessern. Ich habe während meiner Zeit in Gambia viel Neues von unserem Schöpfer lernen dürfen und bin dort auch in den Genuss gekommen, diese Liebe, die Gott mir in meinem Leben geschenkt hat, anderen weiter zu geben. Damit alle diesen Jesus kennen lernen dürfen, der mein Leben so reich gemacht hat.

Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland- Gott, welcher will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn einer ist Gott und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. 1. Timotheus 2, 3-6

Ich weiß nicht, wie Gott meinen Weg führen wird. Doch ich möchte mich diesem einzigartigen Gott zur Verfügung stellen. Da überall unser Missionsfeld ist, bin ich gespannt, wo Gott mich gebrauchen kann.